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Nachrichten aus EbersheimIm Ebersheimer Album finden Sie viele Meldungen aus dem Ort. Alle aktuellen Nachrichten aus dem laufenden Monat und dem ganzen Jahr gibt es hier.

Das Weindorf

Stadtteil mit Kultur und Lebensqualität

 

Die wirtschaftlichen Ursprünge Ebersheims liegen im Weinbau. Mit 120 Hektar verfügt die Ebersheimer Gemarkung heute allein über mehr als die Hälfte der bestockten Rebfläche von Mainz. Den Ebersheimer Winzerinnen und Winzer ist es in den vergangenen Jahren gelungen, ein modernes und frisches Profil aufzubauen. An den Ebersheimer Weinbaubetrieben führt in der Stadt und in Rheinhessen kein Weg mehr vorbei. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.

Fluglärm

Diskussion um neue Flugrouten

 

Nach der Eröffnung der neuen Landesbahn des Frankfurter Flughafens im Oktober 2011 wird in Rheinhessen intensiv über den damit verbundenen Fluglärm diskutiert. Im Endausbau werden besonders Lörzweiler und Mommenheim, aber auch Harxheim sowohl von landenden als auch von startenden Flugzeugen überflogen. Aber auch Ebersheim, Nackenheim, Harxheim, Ober-Olm und Wackerheim werden dann stark betroffen sein. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.

 

 

 

 
26. Oktober 2011

Bürgerproteste: Auch Ebersheimer demonstrieren gegen Fluglärm

Bürgerproteste: Auch Ebersheimer demonstrieren gegen FluglärmEs war die größte Demonstration, die Mainz seit Jahren gesehen hat. Am vergangenen Samstag protestierten ca. 15.000 Menschen in der Landeshauptstadt gegen den immer lauter werdenden Fluglärm. Der mehrere hundert Meter lange Demonstrationszug zog vom Mainzer Hauptbahnhof bis nach Mainz-Kastel. Dort fand auch die Abschlusskundgebung statt.

Ebenso wie aus den anderen Mainzer Ortsteilen waren auch einige Ebersheimer Bürgerinnen und Bürger zum Hauptbahnhof gekommen, um dort ihre Interessen zu vertreten. "Es wird Zeit, dass die wirtschaftliche Gewinnmaximierung nicht länger einen absolut höheren Stellenwert bei der Festlegung der Flugrouten hat als unsere Gesundheit.", so ein Ebersheimer Bürger am Rande der Demonstration. Ebersheim ist der südlichste Mainzer Ortsteil und wird von der neuen Südumfliegung ab dem 30. Oktober stark betroffen sein. Vor diesem Hintergrund waren bei der Demonstration von einigen Ebersheimer Teilnehmern allerdings auch einige kritische Stimmen zu hören, da sich der Ort anders als andere Mainzer Ortsteile oder viele rheinhessische Gemeinden nicht deutlich nach außen als Einheit präsentierte und dementsprechend auch nicht wahrgenommen wurde. Wahrgenommen wurde allerdings, dass sich mit dem stellvertretenden Ortsvorsteher Dr. Günter Zimmer und dem langjährigen Ortsvorsteher Rainer Emrich zumindest zwei Ortsbeiratsmitglieder an der Demonstration beteiligten.

Organisiert wurde der Protest gegen Fluglärm von den Bürgerinitiativen in Rhein-Main. In ihrem Aufruf machten die Bürgerinitiativen deutlich, dass sie nicht grundsätzlich gegen das Fliegen demonstrieren, wohl aber gegen grenzenlose Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund forderten die Demonstranten

  • Absolutes Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr.
  • Umstellung des An- und Abflugkonzepts auf lärmärmere Verfahren.
  • Ausreichend Fluglotsen zur Durchführung lärmarmer Flugverfahren.
  • Keine Steuersubventionen des Luftverkehrs.
  • Die Dimension und Kapazität des Flughafens muss an die Belastbarkeit der Region angepasst werden, wobei die Belastbarkeitsgrenze heute schon überschritten ist.
  • Verringerung der Flugbewegungen und er dadurch bestehenden Belastungen durch Fluglärm und Luftverschmutzung.
  • Reduzierung des Bodenverbrauchs durch den Flugverkehr. Entschädigung für Immobilienentwertungen durch die Fraport.
  • Möglichkeiten der Erholung in der Region.

Viele diese Forderung sind von der Politik in der Zwischenzeit aufgenommen worden. Nach Auffassung von Verkehrsminister Lewentz und Umweltministerin Höfken hat sich das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF)den Vorschlägen der Deutschen Flugsicherung ohne Beachtung der Einwendungen der Landesregierung offensichtlich ohne ausreichende eigene Abwägung angeschlossen und unter anderem die Südumfliegung genehmigt. "Damit werden einzelne Ortslagen in Rheinhessen, die südlichen Stadtteile von Mainz und Teile der Innenstadt zukünftig sowohl durch An- als auch Abflüge an 365 Tagen im Jahr durch Fluglärm belastet. Das ist im Grunde unzumutbar und wird die Menschen gesundheitlich belasten", betonten die beiden Politiker. Die Landesregierung werde dies nicht akzeptieren und gemeinsam mit den Kommunen den Klageweg beschreiten.

Vor diesem Hintergrund fand kurz vor der Demonstration ein Treffen im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium statt, um ein gemeinsames Vorgehens gegen die von der BAF genehmigten Flugrouten abzustimmen. "Das Land wird eine Klage der im Landkreis Mainz-Bingen am meisten von Fluglärm betroffenen Kommunen unterstützen", dies teilte Staatssekretär Jürgen Häfner nach dem Gespräch mit Vertretern der Stadt Mainz, des Landkreises Mainz-Bingen sowie besonders stark betroffener Ortsgemeinden mit. Unterstützt wird die Landesregierung dabei von den rheinland-pfälzischen Abgeordneten des Landtages. Diese hatten sich am vergangenen Donnerstag auf einen gemeinsamen Antrag verständigt und den Menschen in den vom Fluglärm betroffenen Gebieten ihre Unterstützung zugesagt.

 

Sonder-Themenseite zum Thema Flugrouten und Fluglärm in Ebersheim

 

Die DFS Deutsche Flugsicherung hat am 18. August erstmals Karten zu den neuen Abflugrouten veröffentlich.

Karten

Erläuterungen

 

Alle Nachrichten 2011

 

 

 

Weitere Nachrichten zum Fluglärm

 

12. Oktober 2011

Hoffnung: Gericht stoppt Nachtflüge am Flughafen

Hoffnung: Gericht stoppt Nachtflüge am FlughafenZwischen 23 und 5 Uhr dürfen am Frankfurter Flughafen vorerst keine Flüge mehr starten und landen. Das hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschieden. Ein Rechtsmittel gegen diese Entscheidungen im Rahmen des vorläufigen Rechtsschutzes besteht nicht

Bisher gelten in der Nacht Ausnahmeregelungen. Das Nachtflugverbot gilt ab Ende Oktober, wenn die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen in Betrieb genommen wird.

Durch die Inbetriebnahme der neuen Landebahn am 21. Oktober 2011 wird auch Mainz-Ebersheim voraussichtlich stark vom Fluglärm betroffen sein. Die Entscheidung aus Kassel macht Hoffnung, dass die Nachtruhe durch die startenden Flugzeuge auch im südlichsten Mainzer Ortsteil zumindest teilweise geschützt wird.

Das jetzt verhängte Nachtflugverbot ist allerdings nur vorläufig. Eiine endgültige Entscheidung wird Anfang 2012 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig getroffen werden.

Dementsprechend fielen die Reaktionen in Mainz auch verhalten aus.

 

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10. August 2011

Flughafenausbau: BAF genehmigt Südumfliegung

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) in Langen hat die neuen Flugrouten für den Frankfurter Flughafen genehmigt. Diese sogenannte Südumfliegung soll ab dem 21. Oktober 2011 in Kraft treten. Geflogen wird bei Westwind (75 % des Jahres) zunächst auf der Route 5, die nördlich von Ebersheim in Richtung Hechtsheim liegt. Diese Route wird so lange genutzt, bis in Rheinhessen ein neues Funkfeuer errichtet ist. Ab dann wird die Route 13, MASIR (kurz+nacht) benutzt. Sie verläuft über Nierstein, zwischen Lörzweiler und Mommenheim, Ober-Olm und überquert den Rhein bei Wackernheim. Betroffen sein wird auch Ebersheim, der südlichste Mainzer Vorort.

In den Stoßzeiten wird die Route alle drei Minuten überflogen bei einer Höhe von ca. 1800 Metern. Insgesamt werden die neuen Routen anfangs von zirka 100 bis 120 Maschinen am Tag genutzt, in den kommenden Jahren wird sich diese Zahl deutlich erhöhen.

Die Entscheidung über die neuen Flugrouten sollte ursprünglich im Juli erfolgen, war dann aber noch einmal verschoben worden. Grundlage für die Entscheidung war eine Empfehlung der Fluglärmkommission. Diese hatte im März mit den Stimmen der Stadt Mainz der jetzt genehmigten Südumfliegung zugestimmt.

 

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12. Mai 2011

Fluglärmmessstation: Ebersheim will es wissen

In den Zeitungen war es zu lesen: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat mehrere Routen für die Südumfliegung beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) beantragt hat. Die Variante 5 zwischen Hechtsheim und Ebersheim soll bis zur Einrichtung eines Flugfeuers in Rheinhessen beflogen werden. Danach sollen die Flugzeuge teilweise die Variante 7 und den Südwestarm der Variante 13 nutzen.

Bei dieser Konstellation würden im Endausbau besonders Lörzweiler und Mommenheim, aber auch Harxheim sowohl von landenden (da in unmittelbarer Nähe zum Gegenanflug nicht nur eindrehende Flugzeuge) als auch von startenden Flugzeugen (tags und nachts) überflogen. Aber auch Nackenheim, Harxheim, Ebersheim, Ober-Olm und Wackerheim sind dann stark betroffen.

Vor diesem Hintergrund ist es gut, dass es jetzt in Mainz-Ebersheim eine Fluglärmmessstation gibt. Diese wurde in einer Eigeninitiative der Grünen Ebersheim durch Herrn Matthias Gill in der Katharina-Friederich-Str. bei Herrn Joachim Vorschneider errichtet. An den Kosten beteiligt haben sich Ortsvorsteher Helgi Schwedass und die ortsansässigen Parteien.

Die gemessenen Daten werden mit einer Stunde Verzögerung auf dem Server des deutschen Fluglärmmessdienst (DFLD) gespeichert und sind für jedermann unter www.dfld.de abrufbar.

 

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18. März 2011

Entscheidung: Flugsicherung entscheidet sich für Variante 7

Fluglärmmessstation: Ebersheim will es wissenDie Fluglärmkommission hatte ihre Beratung zu den Streckenvorschlägen zum Flughafenausbau in der vergangenen Woche abgeschlossen. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hatte daraufhin mit der Bewertung der einzelnen Streckenvorschläge begonnen und die Empfehlungen der Kommission in ihre eigene Abwägung aufgenommen. Das Ergebnis steht nun fest.

Flugzeuge auf dem Weg nach Norden und Westen sollen nach dem Start in Frankfurt künftig eine weite Südkurve fliegen.

 

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15. März 2011

Flugrouten: Lärmteppich von über 60 Dezibel rollt auf Mainz-Ebersheim zu

Flugrouten: Lärmteppich von über 60 Dezibel rollt auf Mainz-Ebersheim zuDie Fluglärmkommission Frankfurt hat sich am am 9. März 2011mehrheitlich für eine Variante der sogenannten Südumfliegung ausgesprochen. Die Flugzeuge sollen ab Oktober den Flughafen in einer weiten Südkurve umfliegen. Vorgeschlagen werden soll die sogenannte Variante 7. Nach Ansicht der Fluglärmkommission ist dies die am wenigsten belastende Streckenführung. Die Fluglärmkommission hat beratende Funktion und ihr gehören unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport, die Lufthansa, die hessische Landesregierung, Gemeinden rund um den Flughafen sowie die Stadt Mainz an. Der Beschluss der Fluglärmkommission wird nun der Deutschen Flugsicherung (DFS) übermittelt. Diese legt sie anschließend dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) zur Genehmigung vor.

Mit ihrem Beschluss weicht die Fluglärmkommission von der ursprünglich im Planfeststellungsbeschluss gewählten Variante ab. Bei der Variante 7 seien weniger Menschen einem Lärm von über 60 Dezibel ausgesetzt als bei fast allen anderen zuvor geprüften Varianten, so Kommissions-Sprecherin Regine Barth in Medienberichten. Seien etwa bei der ursprünglich vorgesehene Route rund 23000 Menschen betroffen, seien dies nunmehr 21000.

Besonders betroffen von der vorgeschlagenen Variante wird Ebersheim sein. Der Mainzer Vorort wird danach vom Fluglärm ebenso wie Nackenheim, Bodenheim, Klein-Winternheim, Ober-Olm und Wackernheim außerordentlich stark belastet werden, und das an 365 Tagen und – falls das Nachtflugverbot fällt- rund um die Uhr.

 

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25. Februar 2011

Fluglärmdemo: Ebersheimer gehen auf die Straße

Fluglärmdemo: Ebersheimer gehen auf die StraßeSie kamen aus allen Richtungen zur Fluglärmdemo. Bürgerinnen und Bürger, Politiker sowie Fluglärminitiativen aus Bodenheim, Nackenheim, Lörzweiler, Harxheim, Gau-Bischofsheim, Mommenheim, Nierstein, Heidesheim, Wackernheim, Mainz und vielen anderen Orten und Stadteilen zeigten, dass sie mit den Plänen der Fraport und der DFS nicht einverstanden sind.

Auch viele Ebersheimerinnen und Ebersheimer gingen auf die Straße. Angeführt vom stellvertretenden Ortsvorsteher Dr. Günter Zimmer sowie dem früheren Ortsvorsteher Rainer Emrich machten die Ebersheimer deutlich, dass sie den zu erwartenden Lärmteppich ab Oktober nicht einfach so hinnehmen wollen.

Bei der fast einstündigen Abschlusskundgebungvor dem Theater bekräftigen die Rednerinnen und Redner noch einmal deutlich die Forderung nach einem absoluten Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr sowie nach lärmärmeren An- und Abflugverfahren. Gefordert wurde auch eine fairere Verteilung des Restlärms. Nachdrücklich formuliert wurde die Angst vor Gesundheitsgefährdungen durch den Fluglärm. Der Mediziner Prof. Dr. Thomas Münzel stellte Studienergebnisse vor, nach denen durch Fluglärm das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko signifikant steigt. Die Deutsche Flugsicherung dürfe nicht darüber entscheiden, wer künftig mehr Infarkte und Schlaganfälle bekommt, machte Prof. Münzel in seiner Rede deutlich.

 

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29. Januar 2011

Mehr Fluglärm: Ebersheimer hätten es wissen müssen!?

Mehr Fluglärm: Ebersheimer hätten es wissen müssen!?In neun Monaten ist es soweit. Dann wird auch der letzte Ebersheimer Bürger aufwachen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Vorbei ist es nämlich dann mit der ruhigen Nacht. Vorbei ist es auch mit dem geruhsamen Grillen am Wochenende oder mit der erholsamen Fahrradtour rund um das beschauliche Weindorf in der Stadt. Sorgen für diese grundlegende Veränderung der Lebensqualität wird der Ausbau des Frankfurter Flughafens und der neue Flugplan ab Oktober 2011.

Eine Vertreterin der Stadtverwaltung hat am vergangen Donnerstag im Ortsbeirat in einem sachkundig aufbereiteten Vortrag vorgestellt, wie die neuen Flugrouten konkret über Ebersheim verlaufen werden, welche Flugbewegungen zu erwarten sind und wie der Ort vom Fluglärm betroffen sein wird. Am Ende des Vortrages stand fest, dass die Ebersheimer Bürgerinnen und Bürger mit erheblichen Lärmbelästigungen zur rechnen haben, und zwar zukünftig auch nachts und bei Westwind (75 % des Jahres). 45 Dezibel im Mittel und damit deutlich höhere Lärmspitzen sollen dabei insbesondere durch startende Flugzeuge am Tag und in der Nacht entstehen. Landeanflüge bei Ostwind werden den Lärm dann abrunden. Damit aber nicht genug. Dies genannten Zahlen beziehen sich möglicherweise auf einem nicht mehr aktuellem Kenntnisstand. Es ist gut möglich, dass sie nach den neuen Planungen der Flugkommission nach oben korrigiert werden müssen.

Willkommen im Club – werden sicher jetzt einige Mainzer aus den bisher schon stark vom Fluglärm belasteten Ortsteilen denken. Für manche Besucherinnen und Besucher der Sitzung wirkte der im Ortsbeirat aufgezeigte Blick in die nahe Zukunft allerdings wie ein schlechter Traum.

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6. Oktober 2010

Flughafenausbau: Mehr Fluglärm in Ebersheim?

Flughafenausbau: Mehr Fluglärm in Ebersheim?Bodenheim, Lörzweiler, Harxheim, Laubenheim, Lerchenberg, Hechtsheim – überall dort gibt es Diskussionen und Resolutionen zum Ausbau des Frankfurter Flughafens und zu den damit verbundenen Folgen für Rheinhessen.

Hintergrund: Durch die neue Landebahn im Norden des heutigen Flughafengeländes wird sich die Kapazität der möglichen Flugbewegungen deutlich erhöhen. Nach Informationen der "Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen" finden derzeit ca. 450.000 Flugbewegungen statt, zukünftig sollen es 650.000 bis 750.000 Flugbewegungen sein.

Diese Planungen haben nach Auskunft der Flugsicherung (DFS) erhebliche Auswirkungen auf die An- und Abflugrouten. Mit der Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn zum Winterflugplan 2011 soll die bisherige direkte Linie über den Taunus nur noch selten genutzt werden. Damit würden Regionen in Hessen entlastet. Stattdessen nehmen abfliegende Maschinen aus Sicherheitsgründen eine Südroute über Ober-Olm, Lerchenberg, Drais, Finthen und Gonsenheim.

Vor diesem Hintergrund verwundert nicht, dass es in den betroffenen Orten zu intensiven Diskussionen gekommen ist. Ein Grund hiefür sind sicher die auch von MdB Michael Hartmann in einem Artikel der AZ geäußerten Befürchtungen, dass negative Einflüssen auf den Wert von Grundstücken und Wohneigentum nicht aus blieben und weiterhin Kapitalanlagen sowie Altersvorsorgen gefährdet würden. Konkret hat die "Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen" die Folgen der neuen Routen wie folgt zusammengefasst:

  • Spitzenlärmpegel von über 80 Dezibel (ab 85 db ist Gehörschutz im Gewerbe vorgeschrieben)
  • Eine Nachtflugerlaubis bringt den Lärm in die Nacht.
  • Keine Lärmvermeidungsstrategien von DFS und Fraport vorgesehen.
  • Massive gesundheitliche Gefährdung durch den Fluglärm.

Gefordert werden deshalb die Abkehr vom derzeit verfolgten Grundsatz "Mehr Lärm für Wenige" und die Rückkehr zu "Alle mit weniger Lärm" (so z.B. Resolution in Bodenheim). Neben dieser gerechteren Verteilung von Lärm gibt es weiterhin die Forderung, dass alle technischen Möglichkeiten genutzt werden, um lärmärmere An- und Abflugverfahren zu ermöglichen. Auch eine qualifizierte Informationspolitik wird angemahnt: Bei Neubauvorhaben oder Renovierungen wäre es z.B. wichtig zu wissen, ob spezielle Lärmschutzfenster eingebaut werden sollen oder nicht.

Welche Auswirkungen hat der Flughafenausbau für Ebersheim?

Heute ist der südlichste Ortsteil von Mainz durch landende Flugzeuge bei Ostwind betroffen. 25% des Jahres herrscht diese Wetterlage und die Belastungen für den Ort sind vertretbar.

Auf der Internetseite der "Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen" finden sich jetzt aber Karten, auf denen neue Abflugrouten über Ebersheim eingezeichnet sind. Wenn diese Karten stimmen würden, könnte es mit dem ruhigen Weindorf in der Stadt vorbei sein. Zukünftig könnte Ebersheim bei Westwind (75 % des Jahres) von einer großen Anzahl startenden Flugzeugen überflogen werden. In Harxheim geht Verbandbürgermeister Dr. Robert Scheurer (CDU) nach Presseberichten davon aus, dass sich durch die Veränderung der Abflugrouten der Fluglärm von tief fliegenden Fliegern über der Gemeinde verfünffachen wird. "Die Maschinen sollen tief gehalten werden. Steilere Starts werden nicht gemacht, weil die Flugzeuge unter dem Gegenanflug durch müssen", so der Mainzer Dezernent Wolfgang Reichel von wenigen Wochen nach einer Sitzung der Fluglärmkommission.

Ob der möglicherweise zu erwartende Fluglärm in Ebersheim ein ernstes Thema in der Bevölkerung oder in der Politik wird, ist schwer zu sagen. Derzeit sind nur wenige Ebersheimerinnen und Ebersheimer besorgt und es sollen auch keine unbegründeten Ängste geschürt werden. Die Stadt Mainz ist allerdings im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Fluglärm sehr aktiv und engagiert, wobei der Fokus nicht auf Ebersheim liegt.

Die Initiativen der Stadt Mainz und der Gemeinden um Ebersheim herum zeigen deutlich, dass nicht nur der vorhandene, sondern auch der zu erwartende Fluglärm viele Menschen beschäftigt und mit Sorgen erfüllt. Je näher der durch den zu Winterflugplan 2011 zu erwartenden Fluglärm rückt, desto wahrscheinlicher werden sich vielleicht auch die Ebersheimer Bürgerinnen und Bürger des Themas annehmen. Wenn es dann aber mal nicht zu spät ist!

 

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