Nachrichten

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Nachrichten aus EbersheimIm Ebersheimer Album finden Sie viele Meldungen aus dem Ort. Alle aktuellen Nachrichten aus dem laufenden Monat und dem ganzen Jahr gibt es hier.

Das Weindorf

Stadtteil mit Kultur und Lebensqualität

 

Die wirtschaftlichen Ursprünge Ebersheims liegen im Weinbau. Mit 120 Hektar verfügt die Ebersheimer Gemarkung heute allein über mehr als die Hälfte der bestockten Rebfläche von Mainz. Den Ebersheimer Winzerinnen und Winzer ist es in den vergangenen Jahren gelungen, ein modernes und frisches Profil aufzubauen. An den Ebersheimer Weinbaubetrieben führt in der Stadt und in Rheinhessen kein Weg mehr vorbei. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.

Fluglärm

Diskussion um neue Flugrouten

 

Nach der Eröffnung der neuen Landesbahn des Frankfurter Flughafens im Oktober 2011 wird in Rheinhessen intensiv über den damit verbundenen Fluglärm diskutiert. Im Endausbau werden besonders Lörzweiler und Mommenheim, aber auch Harxheim sowohl von landenden als auch von startenden Flugzeugen überflogen. Aber auch Ebersheim, Nackenheim, Harxheim, Ober-Olm und Wackerheim werden dann stark betroffen sein. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.

 

 

 

 
27. August 2011

Stolpersteine: Weitere Initiative gegen das Vergessen

Jüdischer Friedhof in EbersheimAm kommenden Montag wird der Künstler Gunter Demnig in Ebersheim "Stolpersteine" zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger verlegen. Mit einer Textgravur wird dabei an frühere jüdische Bürger erinnert, die bis November 1938 in den anliegenden Häusern wohnten und während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden oder auf andere Weise ums Leben kamen.

Die Verlegung der "Stolpersteine" erfolgt um 12.15 Uhr an der Töngesstraße/Ecke Römerstraße (vor dem Weinbrunnen) zur Erinnerung an Bernhard Goldschmidt und seine Ehefrau Sara, um 12.45 Uhr in der Römerstraße 25 für Sophie Berney, um 13.15 Uhr in der Konrad-Adenauer-Straße 8 für Nathan Goldschmitt, Ehefrau Mathilde sowie Tochter Hildegard Goldschmitt, um 13.45 Uhr in der Schulrat-Spang-Straße 2 für Leopold, Isaak und Nelly Goldschmitt sowie um 14.15 Uhr in der Neugasse 38-40 für Rosaline und Lazarus Goldschmitt. Um 19.30 Uhr findet ein Vortrag von Gunter Demnig mit dem Titel "Stolpersteine - gegen das Vergessen" im Sitzungssaal der Ortsverwaltung statt.

Die Initiative ist ein weiterer Beitrag zur Erinnerung an das Schicksal der Ebersheimer Juden. Vor fast zwanzig Jahren hatten Friedrich Eckert und Georg Bertz in einem sorgfältig recherchierten Buch die Lebensgeschichten und Schicksale von Ebersheimer Juden öffentlich gemacht und in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht. Dem vorangegangen war im Jahr 1990 ein Besuch von Fritz Goldschmitt, dessen Ebersheimer Eltern und Schwester in der Reichspogromnacht aus dem Ort vertrieben und später ermordet worden waren. Die Schilderungen von Fritz Goldschmitt haben Spuren hinterlassen, an die sich viele Ebersheimer auch heute noch erinnern. Die Schicksale der Ebersheimer Juden waren dann in den letzten Jahren Gegenstand von verschiedenen Publikationen. Weiterhin gab es regelmäßig Anregungen von verschiedenen Ebersheimer Bürgerinnen und Bürgern, Stolpersteine zu verlegen. Am 9. November 2008 erinnerte schließlich die Ortsgemeinde Ebersheim gemeinsam mit den katholischen und evangelischen Kirchen an die Reichspogromnacht 1938 und die Opfer der Verfolgung. Bei einem öffentlichen Rundgang vom jüdischen Friedhof zu den Orten ehemals jüdischer Häuser erfuhren mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vieles über die Schicksale der Ebersheimer Juden.

Die Verlegung der Stolpersteine ist ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen des damaligen Unrechts. Der Ortsvorsteher hatte in seiner Sitzung am 31. März 2011 ausdrücklich die Verlegung von Stolpersteinen begrüßt. Finanziert werden die Stolpersteine durch eine Ebersheimer Familie.

 

Artikel in regionalgeschichte.net: Geschichte und Schicksale der Ebersheimer Juden

Namen der deportierten und ermorderten Juden aus Ebersheim

Artikel in ebersheimer-geschichte.de: Gegen das Vergessen - Rundgang am 9. November 2008 vom jüdischen Friedhof zu den Orten ehemals jüdischer Häuser

Buch: Juden in Mainz-Ebersheim, Mainz 1992 (komplett lesen)

 

 

Alle Nachrichten 2011

 


 

 

 

Ältere Nachrichten

 

15. Febraur 2011

Ortsgeschichte: Offener Brief hinterfragt örtliches Geschichtsverständnis

Ortsgeschichte: Offener Brief hinterfragt örtliches Geschichtsverständnis"Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, dass wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie", so ein deutscher Gelehrter zu den Herausforderungen bei der heutigen Bewertung von damaligen Vorgängen. Diesen Herausforderungen stellen sich seit einigen Jahren u.a. die beiden Kirchen, der Verein zur Erhaltung von Kulturgütern sowie mehrere Ebersheimer Bürgerinnen und Bürger , indem sie sich mit vielfältigen Initiativen mit der Ortsgeschichte von Ebersheim befassen.

Gegenstand dabei ist auch die Zeit zwischen 1933 bis 1945. Als Ergebnisse zu nennen sind hier beispielsweise das Buch "Juden in Mainz-Ebersheim", verschiedene Publikationen in Zeitungen und Internet sowie ein Rundgang zu den Häusern der ehemaligen jüdischen Mitbewohner.

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9. November 2008

Gegen das Vergessen: Rundgang erinnert an Schicksal der Ebesheimer Juden

Gegen das Vergessen: Rundgang erinnert an Schicksal der Ebesheimer JudenAm 9. November 2008 erinnerte die Ortsgemeinde Ebersheim gemeinsam mit den katholischen und evangelischen Kirchen an die Reichspogromnacht 1938 und die Opfer der Verfolgung. Bei einem Rundgang vom jüdischen Friedhof zu den Orten ehemals jüdischer Häuser erfuhren mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vieles über die Schicksale der Ebersheimer Juden. An den einzelnen Orten informierte der frühere Ortsvorsteher Klaus Nauth insbesondere auch an die Ereignisse von 70 Jahren. Die Führung wurden ergänzt durch Informationen von Georg Bertz, der vor mehr als 20 Jahren die Schicksale von den jüdischen Familien erforscht und in dem von Friedrich Eckert herausgegebenen Buch "Juden in Ebersheim" zusammengefasst hatte.

Weitere Informationen

 


 

 

Juden in Ebersheim

herausgegeben von Friedrich Eckert, Mainz 1992, inhaltlich aufbereitet von Georg Bertz

 

Juden in Mainz-Ebersheim, herausgegeben von Friedrich Eckert, Mainz 1992, inhaltlich aufbereitet von Georg Bertz

Kapitel 1: Vorwort


Kapitel 2: Juden in Ebersheim - Namen und Fakten


Kapitel 3: Familien Goldschmitt - (1)


Kapitel 4: Familien Goldschmitt - (2)


Kapitel 5: Familien Mayer


Kapitel 6: Familien Simon


Kapitel 7: Gewerbe und Vermögen der Ebersheimer Juden


Kapitel 8: Dokumente

 

 

 

Von den in Ebersheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945":

Gustav Berney (1864), Sophie Berney (1861), Betty (Barbara) Feitler geb. Simon (1875), Bernhard Goldschmidt (1869), David Goldschmidt (1884), Hildegard Goldschmitt (1927), Leopold Goldschmitt (1858), Nathan Goldschmitt (1879), Nelly Goldschmitt (1893), Rosaline (Rosalie) Goldschmitt (1886), Hedwig Jacobsohn geb. Goldschmitt (1906), Josef Kahn (1888), Mathilde Kahn geb. Simon (1874), Siegfried Kahn (1896), Bertha Landau geb. Mayer (1861), Julius Mayer (1882), Klara Slager geb. Kahn (1890), Betti Wechsler geb. Nachmann (1862).

 

Mehr zur Geschichte und zum Schicksal der Ebersheimer Juden

 

 

 

 

 

 

 

 

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