Nachrichten

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Nachrichten aus EbersheimIm Ebersheimer Album finden Sie viele Meldungen aus dem Ort. Alle aktuellen Nachrichten aus dem laufenden Monat und dem ganzen Jahr gibt es hier.

Das Weindorf

Stadtteil mit Kultur und Lebensqualität

 

Die wirtschaftlichen Ursprünge Ebersheims liegen im Weinbau. Mit 120 Hektar verfügt die Ebersheimer Gemarkung heute allein über mehr als die Hälfte der bestockten Rebfläche von Mainz. Den Ebersheimer Winzerinnen und Winzer ist es in den vergangenen Jahren gelungen, ein modernes und frisches Profil aufzubauen. An den Ebersheimer Weinbaubetrieben führt in der Stadt und in Rheinhessen kein Weg mehr vorbei. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.

Fluglärm

Diskussion um neue Flugrouten

 

Nach der Eröffnung der neuen Landesbahn des Frankfurter Flughafens im Oktober 2011 wird in Rheinhessen intensiv über den damit verbundenen Fluglärm diskutiert. Im Endausbau werden besonders Lörzweiler und Mommenheim, aber auch Harxheim sowohl von landenden als auch von startenden Flugzeugen überflogen. Aber auch Ebersheim, Nackenheim, Harxheim, Ober-Olm und Wackerheim werden dann stark betroffen sein. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.

 

 

 

 
15. Febraur 2011

Ortsgeschichte: Offener Brief hinterfragt örtliches Geschichtsverständnis

Ortsgeschichte: Offener Brief hinterfragt örtliches Geschichtsverständnis"Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, dass wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie", so ein deutscher Gelehrter zu den Herausforderungen bei der heutigen Bewertung von damaligen Vorgängen. Diesen Herausforderungen stellen sich seit einigen Jahren u.a. die beiden Kirchen, der Verein zur Erhaltung von Kulturgütern sowie mehrere Ebersheimer Bürgerinnen und Bürger , indem sie sich mit vielfältigen Initiativen mit der Ortsgeschichte von Ebersheim befassen.

Gegenstand dabei ist auch die Zeit zwischen 1933 bis 1945. Als Ergebnisse zu nennen sind hier beispielsweise das Buch "Juden in Mainz-Ebersheim", verschiedene Publikationen in Zeitungen und Internet sowie ein Rundgang zu den Häusern der ehemaligen jüdischen Mitbewohner.

Einen neuen Beitrag zur Aufarbeitung der damaligen Zeit gibt es jetzt von Dr. Herbert Poensgen. In einem Offenen Brief setzt er sich mit verschiedenen Artikeln im Ebersheimer Schaufenster auseinander, die sich auf die Zeit zwischen 1933 bis 1945 beziehen. Weiterhin finden sich in dem Offenen Brief "Anmerkungen zur Restaurierung des 'Ehrenmal'" vor der katholischen Kirche. Der Autor erkennt in den von ihm genannten Beispielen ein "eigentümliches Geschichtsverständnis" und kommt an verschiedenen Stellen zum Ergebnis, dass Geschichte verschwiegen, verharmlost, zynisch erzählt oder nicht distanziert genug dargestellt wird.

Der Offene Brief von Dr. Poensgen hat zu teilweise emotional geführten Diskussionen im Ort geführt. Das liegt unter anderem daran, dass verschiedene Aussagen in dem Offenen Brief sehr verallgemeinernd vorgenommen werden. So werden beispielsweise die im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder vermissten Ebersheimer Soldaten unter Bezugnahme auf den Namen eines SS-Mannes pauschal mit der Bewertung in Verbindung gebracht, deutsche Soldaten seien keine Opfer gewesen, sondern hätte der Täterseite angehört. Die kontroversen Diskussionen im Zusammenhang mit der Wehrmachtsausstellung haben damit auch Ebersheim erreicht.

Viele Leserinnen und Leser sind über den Stil des Offenen Briefes verärgert, weil der Autor nach ihren Auffassungen die Verbrechen im Dritten Reich für direkte oder indirekte Pauschalvorwürfe gegen einen größeren Personenkreis, verschiedene Institutionen oder das Ebersheimer Schaufenster nutzt. Damit rücken die Teile des Offenen Briefes, die zum Nachdenken und konstruktiven Diskutieren anregen sollen, in den Hintergrund. Dessen ungeachtet, bietet der Offene Brief jedoch die Gelegenheit, mit den unten aufgeführten Quellen die notwendigen und sicher noch nicht abgeschlossenen Diskussionen über das Geschichtsverständnis zum Dritten Reich und zur Judenverfolgung zu versachlichen und inhaltlich zu vertiefen. Damit haben dann alle Leserinnen und Leser die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen über das, wie die Geschichte des Naziregimes bisher im Ort tatsächlich aufgearbeitet wurde.

 

Offener Brief von Dr. Herbert Poensgen vom Februar 2011 (Verfasser wünscht nicht, dass der Offene Brief hier verlinkt und gelesen werden kann)

Ebersheimer Schaufenster Dezember 2009: Die Ehrenmale vor der katholischen Pfarrkirche werden restauriert

Ebersheimer Schaufenster April 2010: Heimatgeschichten: Die 30er Jahre -  Geschichten aus der Kupferrolle

Ebersheimer Schaufenster April 2010: Zehn Jahre Förderverein zur Erhaltung und Wiederherstellung von Kulturgütern in Ebersheim e.V. - Aus Ebersheim wird Mainz-Ebersheim

Artikel in regionalgeschichte.net: Geschichte und Schicksale der Ebersheimer Juden

Namen der deportierten und ermorderten Juden aus Ebersheim

Artikel in ebersheimer-geschichte.de: Gegen das Vergessen - Rundgang am 9. November 2008 vom jüdischen Friedhof zu den Orten ehemals jüdischer Häuser

Buch: Juden in Mainz-Ebersheim, Mainz 1992 (komplett lesen)

 

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