Mainz-Ebersheim
Führer durch die Kirche
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Die Ebersheimer Kirche
Wenn man nach Mainz-Ebersheim kommt, steht jeweils am Ortseingang ein Stein, der das Ortswappen von Ebersheim trägt. Es zeigt einen stilisierten Feuerrost, der auf den hl. Laurentius und sein Martyrium verweist. Seit 1575 führt die Gemeinde dieses Wappen. Laurentius ist auch der Patron der katholischen Pfarrkirche und in der Kirche selbst mehrfach dargestellt.
Die Ebersheimer Kirche gehört zu den schönsten in Rheinhessen. Die Geschichte und das Innere der Kirche sind beschrieben in dem Führer "St. Laurentius Mainz-Ebersheim, Ein Begleiter durch die Kirche, herausgegeben von Dr. Helmut Schwalbach mit Bildern von Ursula Rudischer, Gestaltung der Titelseite durch Dr. Lothar Tiator, Mainz 2002"
Sie können hier den Kirchenführer komplett als .pdf lesen (aber nicht ausdrucken), wenn Sie auf das jeweilige Kapitel klicken. Da manche Dateien sehr groß sind, kann sich die Ladezeit der Texte entsprechend verzögern. Der Kirchenführer kann im Katholischen Pfarrbüro käuflich erworben werden
Inhalte des Kirchenführers
Kirchenführer
St. Laurentius Mainz-Ebersheim, Ein Begleiter durch die Kirche, herausgegeben von Dr. Helmut Schwalbach mit Bildern von Ursula Rudischer, Gestaltung der Titelseite durch Dr. Lothar Tiator, Mainz 2002
Kapitel 1: Vorwort und Inhaltsverzeichnis
Auszug: "…Vielen alten Ebersheimern ist die Kirche ein vertrauter Raum, aber sie möchten gerade deshalb das eine oder andere genauer wissen. Dieser kleine Kirchenführer möchte über die St. Laurentius-Kirche in Ebersheim informieren und erklären, was es zu sehen gibt. Es sollen aber nicht nur geschichtliche Daten genannt oder Bau und Einrichtung erklärt werden. Das Büchlein soll auch so etwas wie ein geistlicher Führer sein, der einführt in das, wofür eine Kirche steht und was darin geschieht. Es soll zu Besinnung und Nachdenken einladen…" (Pfarrer Helmut Schwalbach)
Kapitel 2: Der hl. Laurentius
Auszug: "…Wenn man von außerhalb nach Ebersheim kommt, steht jeweils am Ortseingang ein Stein, der außer dem Namen des Stadtteils auch das Ortswappen von Ebersheim trägt. Das Wappen zeigt einen stilisierten Feuerrost, der auf den hl. Laurentius verweist. Laurentius soll auf einem Feuerrost den Martertod erlitten haben (…) Warum der hl. Laurentius Schutzpatron der Ebersheimer Kirche wurde, ist nicht mehr festzustellen.
Heute ist der hl. Laurentius in der Kirche mehrfach dargestellt: im Kirchenfenster links hinten im liturgischen Gewand eines Diakons und im unteren Teil des Fensters, wie er Gaben an die Armen verteilt; an dem Pfeiler links vorn ist eine Statue des Heiligen. An der Decke im Kirchenschiff sind 3 große Bilder mit Szenen aus seinem Leben. Auf dem großen Bild im Hochalter ist das Martyrium des Laurentius auf dem Feuerrost dargestellt." Hinweis: In diesem Jahr erinnert sich Ebersheim an den 1750. Todestag des hl. Laurentiusm der nach alter Überlieferung im Jahre 258 gestorben ist.
Kapitel 3: Das Kirchengebäude, Glocken und Kirchenschiff
Auszüge:
Kirchengebäude - "Der älteste Teil der heutigen Kirche ist das 1724 - 1729 erbaute Mittelschiff. (Der Turm) wurde erst 1768 an die Kirche angebaut. Seine Höhe beträgt bis zur Spitze 42,40 m. (…) Die alte Kirche war nun zu klein geworden und wurde deshalb 1908 erweitert"
Glocken - "Im Kirchturm hängen 3 Glocken: Die große Glocke (Bronze, Gewicht 1200 kg, Ton: Es) ist der Hl. Dreifaltigkeit geweiht. (…) Die mittlere Glocke (Bronze, Gewicht 845 kg, Ton: f) ist nach der hl. Elisabeth benannt. (…) Die kleine Glocke (Bronze, Gewicht 510 kg, Ton: Aggs) trägt den Namen Marias."
Kirchenschiff - "Wenn man durch das Hauptportal die Kirche betritt, kommt man zunächst in einen Vorraum, das sog. "Glockenhaus": Früher, als die Glocken noch mit der Hand geläutet werden mussten, hingen hier die Glockenseile. (…) Im Kirchenschiff ist in den Kirchenbänken Platz für ca. 300 Personen."
Kapitel 4: Hochaltar und Seitenaltäre
Auszüge:
Hochaltar - "Der Blick fällt beim Betreten der Kirche vor allem auf den barocken Hochaltar, der 12 m hoch ist. Er stammt aus der Zeit um 1670, stand früher in der Kirche St. Quintin in Mainz und wurde 1793 für 95 Gulden erworben. In der Mitte des Altaraufbaues ist ein großes Ölbild, das Martyrium des hl. Laurentius. (…) Oben im Altar ist ein Bild mit Jesus am Kreuz und davor kniend Maria von Magdala. (…) Vor dem Hochaltar steht ein Altartisch, der 1981 aufgestellt wurde."
Statuen - "Vorn rechts und links am Chorraum stehen 2 grosse Figuren: ein Herz-Jesu-Statue rechts und eine Herz-Mariä-Statue links. Die Figuren stammen von einem Holzschnitzer in St. Ulrich im Grödnertal (Südtirol) und wurden 1910 nach der Erweiterung der Kirche gestiftet."
Seitenaltäre - "In der Kirche gibt es 2 Seitenaltäre, die aus der Mitte des 18. Jh. stammen und im Stil dem Hochaltar angepasst sind.
Links steht ein Rosenkranz- oder Marienaltar. (…) Auf dem Marienaltar stehen noch zwei Heiligenfiguren: links der hl. Nepomuk und rechts der hl. Aloisius. (…)
Im rechten Seitenschiff der Kirche steht ein Nikolausaltar. In der Mitte steht eine holzgeschnitzte, bemalte Figur des hl. Nikolaus aus der Mitte des 18. Jh., links steht eine Figur der hl. Katharina, rechts der hl. Margarethe. Oben im Altar ist ein Bild der hl. Barbara."
Kapitel 5: Der Kreuzweg und die Heiligen im Kirchenschiff
Auszüge:
Kreuzweg: "In den beiden Seitenschiffen der Kirche hängen je 7 Stationen des Kreuzweges. Dieser. Kreuzweg wurde 1931 erworben und ist die Nachbildung eines Kreuzweges in der St. Anna-Kirche in München."
Heilige: "Vorn rechts an dem Pfeiler zum Seitenschiff ist eine Figur von Johannes dem Täufer, geschaffen zu Beginn des 19. Jahrhundert. (…) Hinter dem Pfeiler mit der Figur Johannes des Täufers steht das Taufbecken. (…) Auf der linken Seite des Kirchenschiffs an dem Pfeiler, vor dem die Kanzel steht, befindet sich eine Figur des hl. Laurentius. (…)
Auf der rechten Seite des Mittelschiffes steht vorn Antonius der Einsiedler. Antonius trägt hier Kleid und Mantel des späteren Antoniterordens. Die Figur stammt aus dem Ende des 18. Jh. und stand ursprünglich in einer Kapelle im Töngeshof. (…)
Links vorn im Kirchenschiff ist ein barocke Figur Maria mit dem Jesuskind. Sie wurde 1749 von einem Holzschnitzer Bitterich geschaffen (…) Auf der rechten Seite hinten im Kirchenschiff ist die Figur des hl. Bartholomäus, einer der 12 Apostel. Auch diese Figur aus dem Anfang des 19. Jh. stammt aus dem Töngeshof. (…) Hinten links ist die Figur des hl. Petrus, ebenfalls aus der Kapelle im Töngeshof. (…) Auf der linken Seite hinten in der Kirche steht eine sog. Pietà: Maria hält den toten Sohn nach der Kreuzabnahme auf ihrem Schoß. Die Darstellung stammt aus der Mitte des 19. Jh."
Kapitel 6: Die Fenster der Kirche
Auszug: Fenster - "Rechts und links hinten in der Kirche sind 2 Ornamentfenster, die allerdings nur von der Empore aus zu sehen sind. Hinten rechts ist das Rosenkranzfenster und links das Laurentiusfenster. Diese 4 Fenster wurden 1902/3 für die Kirche gestiftet. Die übrigen Kirchenfenster sind aus dem Jahre 1966. Dabei wurden aber in die neuen Fenster Medaillions eingesetzt, die aus den alten Fenstern nach dem Umbau der Kirche 1909 stammen."
Kapitel 7: Die Ausmalung der Kirche, Empore und Orgel
Auszüge:
Ausmalung - "Die Kirche wurde 1925/26 von dem Kirchenmaler Julius Riester aus Stuttgart ausgemalt. An der Decke im Mittelschiff sind 3 große Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons, des hl. Laurentius dargestellt. (…) Der Fries um die Decke der Kirche ist dem Rosenkranz gewidmet. (…) In der Kuppel im Chor der Kirche ist die hl. Dreifaltigkeit dargestellt, umgeben von Engeln. An den Chorwänden ist links vorn Johannes der Täufer und seine Mutter Elisabeth, daneben Zacharias, der Vater des Johannes des Täufers. Die Bilder rechts zeigen Anna und Maria, daneben Joachim."
Empore: "Hinten im Kirchenschiff befindet sich eine Empore. Die Brüstung der Empore ist bemalt und zeigt in der Mitte Jesus Christus und rechts und links die 12 Apostel."
Orgel: "Auf der Empore befindet sich die Orgel. (…) Sie wurde wohl in der 2. Hälfte des 18. Jh. (…) erbaut. Im Laufe der Zeit erfolgten verschiedene Umbauten und Reparaturen. Das Werk besitzt jetzt 21 klingende Register in 2 Manualen und Pedal. Der Orgelprospekt ist um 1760 entstanden und in der ursprünglichen Form erhalten geblieben."
Kapitel 8: Übersichtsplan über die Kirche
Weitere Informationen zur Kirche
Der Hochaltar in der Ebersheimer Kirche St. Laurentius, hier..
Beschreibung der beiden Altarbildern, hier...
Aufsatz von Berthold Tapp: Die Statue des hl. Laurentius in der Ebersheimer Pfarrkirche -ein Werk des Mainzer Bildhauers Johann Sebastian Barnabas Pfaff ?