Ebersheimer Geschichte
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Das Weindorf
Stadtteil mit Kultur und Lebensqualität
Die wirtschaftlichen Ursprünge Ebersheims liegen im Weinbau. Mit 120 Hektar verfügt die Ebersheimer Gemarkung heute allein über mehr als die Hälfte der bestockten Rebfläche von Mainz. Den Ebersheimer Winzerinnen und Winzer ist es in den vergangenen Jahren gelungen, ein modernes und frisches Profil aufzubauen. An den Ebersheimer Weinbaubetrieben führt in der Stadt und in Rheinhessen kein Weg mehr vorbei. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.
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Diskussion um neue Flugrouten
Nach der Eröffnung der neuen Landesbahn des Frankfurter Flughafens im Oktober 2011 wird in Rheinhessen intensiv über den damit verbundenen Fluglärm diskutiert. Im Endausbau werden besonders Lörzweiler und Mommenheim, aber auch Harxheim sowohl von landenden als auch von startenden Flugzeugen überflogen. Aber auch Ebersheim, Nackenheim, Harxheim, Ober-Olm und Wackerheim werden dann stark betroffen sein. Viele aktuellen Informationen gibt es hier.
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Nachrichten zur Ebersheimer Geschichte
1. Oktober 2011
Ortsgeschichte: Schicksale der Ebersheimer Juden
Juden in Ebersheim sind seit Mitte des 18. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Es waren die Familien Berney, Goldschmitt und Simon. Später kamen noch die Familien Mayer, Kahn, Nathan und andere dazu. Im Dritten Reich wurden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger verfolgt, vertrieben und ermordet. Im aktuellen " Ebersheimer Schaufenster" und auf den Internetseiten zur "Ebersheimer Geschichte" finden sich Artikel zur Geschichte und zum Schicksal der Ebersheimer Juden.
Die Artikel sind ein Beitrag in der aktuellen Diskussion um den richtigen und angemessenen Umgang mit der Ebersheimer Geschichte in der nationalsozialistischen Zeit. Im Mittelpunkt der derzeitigen Diskussionen stehen zum einen unberechtigte Vorwürfe in der AZ, mit der Ende August erfolgten Verlegung der "Stolpersteine" werde in Ebersheim "erstmals, nach fast 70 Jahren öffentlich der Ebersheimer Juden gedacht, die Opfer des Holocaust wurden". Zum anderen gibt es Angriffe gegen den Ebersheimer Ortsbeirat von der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) Mainz-Bingen".
27. August 2011
Stolpersteine: Weitere Initiative gegen das Vergessen
Am kommenden Montag wird der Künstler Gunter Demnig in Ebersheim "Stolpersteine" zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger verlegen. Mit einer Textgravur wird dabei an frühere jüdische Bürger erinnert, die bis November 1938 in den anliegenden Häusern wohnten und während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden oder auf andere Weise ums Leben kamen.
Die Verlegung der "Stolpersteine" erfolgt um 12.15 Uhr an der Töngesstraße/Ecke Römerstraße (vor dem Weinbrunnen) zur Erinnerung an Bernhard Goldschmidt und seine Ehefrau Sara, um 12.45 Uhr in der Römerstraße 25 für Sophie Berney, um 13.15 Uhr in der Konrad-Adenauer-Straße 8 für Nathan Goldschmitt, Ehefrau Mathilde sowie Tochter Hildegard Goldschmitt, um 13.45 Uhr in der Schulrat-Spang-Straße 2 für Leopold, Isaak und Nelly Goldschmitt sowie um 14.15 Uhr in der Neugasse 38-40 für Rosaline und Lazarus Goldschmitt. Um 19.30 Uhr findet ein Vortrag von Gunter Demnig mit dem Titel "Stolpersteine - gegen das Vergessen" im Sitzungssaal der Ortsverwaltung statt.
Die Initiative ist ein weiterer Beitrag zur Erinnerung an das Schicksal der Ebersheimer Juden. Vor fast zwanzig Jahren hatten Friedrich Eckert und Georg Bertz in einem sorgfältig recherchierten Buch die Lebensgeschichten und Schicksale von Ebersheimer Juden öffentlich gemacht und in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht. Dem vorangegangen war im Jahr 1990 ein Besuch von Fritz Goldschmitt, dessen Ebersheimer Eltern und Schwester in der Reichspogromnacht aus dem Ort vertrieben und später ermordet worden waren.
9. Juni 2011
Fotoausstellung: Schule in Mainz-Ebersheim damals und heute
Im Jahr 1688 war es soweit: Der Schultheiß von Ebersheim wurde angewiesen, ein Schulhaus zu errichten.
Ursprünglich bedeutete der Begriff Schule soviel wie Müßiggang oder freie Zeit. Und das war aus der damaligen Sicht auch nicht völlig falsch. Die Schulzeit ging im 18. Jahrhundert auch in Ebersheim nur von November bis Ostern, also in der Zeit, wo keine Feldarbeit anfiel.
Das erste richtige Schulgebäude in Ebersheim gab es erst Anfang des 19. Jahrhundert. Es befand sich auf dem heutigen Parkplatz zwischen Kirche und Ortsverwaltung. Im Jahre 1815 hatte die Gemeinde Ebersheim vom Kloster St. Alban den "Albaniterhof" gekauft. In dem Gebäude war ein Schulsaal untergebracht und beherbergt unter dem Dach eine Lehrerwohnung.
Der Albaniterhof wurde schnell zu klein für die vielen Schülerinnen und Schüler und das Gebäude wurde immer baufälliger. 1864 und 1904 wurden deshalb neue Schulgebäude in der Römerstraße bezogen. 1951 wurde schließlich hinter der heutigen Ortsverwaltung ein weiteres Gebäude mit einem großen Schulsaal gebaut.
Die Klassen waren während dieser Zeit über die verschiedenen Schulgebäude verteilt. Deshalb wurden bereits Ende der 50er-Jahre neue Pläne für ein neues Schulzentrum entwickelt.
12. April 2011
Selzstellung: Festung zwischen Ebersheim und Wackernheim
Die Festung Mainz ist in der Stadt allgegenwärtig und Gegenstand einer breiten Berichterstattung. Von der Festungsanlage Wackernheim und den übrigen Festungsanlagen in Rheinhessen spricht heute allerdings kaum jemand mehr. Dieser Teil der rheinhessischen Geschichte ist in der Region so gut wie vergessen. Und das obwohl diese Festungsanlagen zwischen 1908 und 1922 Jahre die Menschen in Rheinhessen berührt und die Landschaft entscheidend geprägt haben.
Bis Mitte des Ersten Weltkriegs wurden auf einer Länge von 26 km mehr als 300 Festungsanlagen, Lagerplätze, Wasserwerke, Telegrafenstationen und Betonbunker errichtet, die sich halbkreisförmig durch die rheinhessischen Ortschaften Heidesheim, Wackernheim, Essenheim, Ober-Olm, Nieder-Olm, Zornheim, Ebersheim und Gau- Bischofsheim erstreckten. Das größte dieser Forts stand in Ebersheim, hatte mehrere Stockwerke, war für die damalige Zeit mit der modernsten Technik ausgestattet und kostete alleine so viel wie Christuskirche in Mainz.
15. Febraur 2011
Ortsgeschichte: Offener Brief hinterfragt örtliches Geschichtsverständnis
"Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, dass wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie", so ein deutscher Gelehrter zu den Herausforderungen bei der heutigen Bewertung von damaligen Vorgängen. Diesen Herausforderungen stellen sich seit einigen Jahren u.a. die beiden Kirchen, der Verein zur Erhaltung von Kulturgütern sowie mehrere Ebersheimer Bürgerinnen und Bürger , indem sie sich mit vielfältigen Initiativen mit der Ortsgeschichte von Ebersheim befassen.
Gegenstand dabei ist auch die Zeit zwischen 1933 bis 1945. Als Ergebnisse zu nennen sind hier beispielsweise das Buch "Juden in Mainz-Ebersheim", verschiedene Publikationen in Zeitungen und Internet sowie ein Rundgang zu den Häusern der ehemaligen jüdischen Mitbewohner.
Einen neuen Beitrag zur Aufarbeitung der damaligen Zeit gibt es jetzt von Dr. Herbert Poensgen. In einem Offenen Brief setzt er sich mit verschiedenen Artikeln im Ebersheimer Schaufenster auseinander, die sich auf die Zeit zwischen 1933 bis 1945 beziehen. Weiterhin finden sich in dem Offenen Brief "Anmerkungen zur Restaurierung des 'Ehrenmal'" vor der katholischen Kirche. Der Autor erkennt in den von ihm genannten Beispielen ein "eigentümliches Geschichtsverständnis" und kommt an verschiedenen Stellen zum Ergebnis, dass Geschichte verschwiegen, verharmlost, zynisch erzählt oder nicht distanziert genug dargestellt wird.
Der Offene Brief von Dr. Poensgen hat zu teilweise emotional geführten Diskussionen im Ort geführt.
24. August 2010
Zeitreise Ebersheimer Gewerbe – damals und heute
Der Ebersheimer Gewerbeverein lädt am 28. August 2010 zum 2. "Tag der offenen Tür" in Form eines Straßenfestes ein. Es präsentieren sich ab 11.00 Uhr insgesamt 24 ortsansässige Betriebe und Vereine.
Diese Veranstaltung haben sich die Ebersheimer Georg Bertz und Rudolf Büllesbach ausgesucht, um hier eine Fotoausstellung zu zeigen. Die Ausstellung "Ebersheimer Gewerbe - damals und heute" zeigt, wie sich die Gewerbestruktur, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Weinbau seit Anfang 1900 verändert hat. Auf Kollagen werden alte Ebersheimer Gewerbebetriebe, frühere Landwirtschaft und Weinbau auf Fotos dargestellt und Bildern gegenübergestellt, die teilweise vom gleichen Punkt damals und heute fotografiert wurden. Auf großformatige Fotos werden Eindrücke vermitteln, die auf kleinen Bildern nicht zu vermitteln sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen kleinen Führer, der die einzelnen Bilder erläutert.
Die Ausstellung findet in einem Zelt auf dem Stand der Agenda 21 in der Neugasse statt. Sie ist ab 11.00 Uhr geöffnet.
3. September 2009
Ortsgeschichte: Kupferrolle aus Denkmal lüftet Geheimnis
Die Ebersheimer Geschichte muss nicht neu geschrieben werden. In der Kupferrolle, die am Dienstagabend vor der Kirche geöffnet wurde, befanden sich auf den ersten Blick keine Dokumente mit heiklen historischen Details.
Vor einigen Tagen hatte der Steinmetz Sebastian Mohr in eine Öffnung des Ebersheimer Kriegerdenkmals eine handwerklich aufwendig verlötete Kupferrolle gefunden. Nach dem Fund und der Ankündigung, das Geheimnis der Kupferrolle öffentlich zu lüften, hatte die Allgemeine Zeitung am 1. September in einem Artikel spekuliert, dass die Kupferrolle Dokumente in nationalsozialistischer Propagandadiktion enthalten und es in Ebersheim eine bittere Erkenntnis geben könnte, wer damals am lautesten "Hurra!" gerufen hat. Auch vor diesem Hintergrund dieser Berichterstattung war es nicht verwunderlich, dass sich am Dienstagabend der SWR, die beiden regionalen Zeitungen und mehr als 200 Ebersheimerinnen und Ebersheimer vor der Kirche eingefunden hatten.
23. Juli 2009
Fotoausstellung - Mehr als 500 Besucher in der Winzerhalle
Fast 60 Jahre war die Winzerhalle in Ebersheim die "Gudd Stubb" des Ortes. Alle großen Veranstaltungen fanden hier statt, wie z.B. Winzerfeste, Fastnachtsitzungen, Boxkämpfe, Kino-Abende oder rauschende Tanzbälle. Seit der Eröffnung der Töngeshalle im Jahr 1986 sind diese Zeiten vorbei. Heute ist die Winzerhalle die Heimat der Winzergenossenschaft. Wo früher getanzt und gefeiert wurde, stehen heute Weintanks und Flaschen, gefüllt mit gutem Ebersheimer Wein.
Diesen für Ebersheim historischen, aber auch dem Wandel der Zeit unterworfenen Ort hatten sich Georg Bertz und Rudolf Büllesbach ausgesucht, um hier während des Weinfestes die Fotoausstellung "Zeitreise - Ebersheim damals und heute" zu zeigen. Die Ausstellung zeigte in der historischen Halle auf fast 70 Bildern, wie sich die Lebensverhältnisse im Ort seit Anfang 1900 verändert haben. Auf Kollagen wurden dabei markante Ebersheimer Ortsansichten auf Fotos gegenübergestellt, die vom gleichen Punkt damals und heute fotografiert wurden.
15. April 2009
Jubiläum: Ausstellung "10 Jahre Evangelische Kirche "
Bilder sagen mehr als tausend Worte. Getreu diesem Motto hat die Evangelische Kirchengemeinde im Jubiläumsjahr eine Ausstellung „10 Jahre Kirchengebäude“ organisiert. Eröffnet wurde die Ausstellung am Ostersonntag im Anschluss an einen Festgottesdienst, in dem auch daran erinnert wurde, dass es seit 25 Jahren eine evangelische Kirchengemeinde in Ebersheim gibt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Bilder und Dokumente aus der Planungs- und Bauphase, sowie der Einweihung der Kirche im Jahr 1999. Die eindrucksvollen Fotos stammen von Elisabeth von Schmidt und Kilian Schäfer, der auch heute noch bei vielen Veranstaltungen der Evangelischen Kirchengemeinde hinter der Kamera steht.
